16.10.2021

Einmal im Jahr laden wir für gewöhnlich unsere Mitglieder, Stifter und Partner zu einer Danke-Veranstaltung am Völkerschlachtdenkmal ein, über 200 Gäste hatten wir immer. Dieses Jahr konnten wir das nicht tun, wir mussten uns, wie so viele andere, einschränken. Wir haben nicht alle unsere Mitglieder eingeladen, nur diejenigen von ihnen, die einen Stifterbrief erworben hatten. Wir haben nicht alle unsere Stifterbrief-Erwerber eingeladen, nur jene, die mit generösen Spenden im Stifterzimmer benannt werden. Sowas tut weh. Es war eine ganz kleine aber feine Feier an diesem sonnigen 4. September, selbstverständlich aber begleitet vom Ausfüllen einer Corona-Datenerhebung.

Die Feier begann mit der Enthüllung einer Messingtafel im historischen Stifterzimmer des Denkmals. Es wurde 1913 eingerichtet, um die Erinnerung an jene zu bewahren, die sich in besonderer Weise für die Errichtung des Denkmals engagiert haben. Über 1.000 Namen von Spendern, Baufirmen und Prominenten sind auf Messingtafeln graviert oder gar als Bronzereliefs im Porträt festgehalten. Diesem Erinnerungsgedanken folgend, wurden 2014 auf neuen Tafeln auch die Namen derer, die die Sanierung generös unterstützen und die Sanierungsfirmen benannt. Jeder, der im Laufe der Sanierungsjahre über 6.000 Euro gespendet hat, wird auf der Tafel „Unsere Großspender“ namentlich graviert. Die Tafel wurde 2017 ergänzt. Nun sind wieder neue Großspender hinzugekommen Die Tafel wurde erneut vervollständigt und von Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums, und Klaus-Michael Rohrwacher, Vorsitzender des Fördervereins, feierlich enthüllt.

Im Zweiten Teil der Feier wurde an einer der Lindentreppen neuen Stifterbrief-Erwerbern ihre persönlichen Stifterbriefe übergeben. Der Stifterbrief wurde 2009 für die Gewinnung von Partnern für die Sanierung der Außenanlagen geschaffen. Anfangs wurden mit diesen Mitteln verschiedene Baumaßnahmen am Denkmal selbst (mit)finanziert. Als die Finanzierung des Denkmalkörpers gesichert war - er war im Jubiläumsjahr 2013 fertiggestellt – begann man, um Gelder für die Außenanlagen zu werben. Von 2009 bis 2012 gingen alle Spenden in die Instandsetzung der Haupttreppe vom Wasserbecken zum Eingangsplateau, von August 2012 bis Ende 2018 in die Rekonstruktion des Wasserbeckens. Jetzt unterstützen alle Erwerber eines Stifterbriefes das aktuelle Projekt des Vereins – die Sanierung der zwei Lindentreppen.

25 Stifterbrief-Erwerber waren gekommen ihre handsignierten Urkunden aus den Händen der Herren Dr. Hartinger und Rohrwacher in Empfang zu nehmen. Diese 25 Stifterbriefe bedeuten eine Spendensumme von insgesamt 52.500 Euro.

Umrahmt wurde die Feier von einem Blechbläserquintett der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“. Die jungen Herren begeisterten die Gäste, es wurde mitgewippt. Für das leibliche Wohl sorgten auch diesmal die Mitarbeiter der Landmetzgerei Reiche aus Beucha und eine Spende der Ur-Krostitzer Brauerei. Die vorzügliche Beschallungstechnik kam erneut von der Firma AVI.DAT. Landmetzgerei, AVI.DAT und die Krostitzer haben auch Stifterbriefe erworben. Landmetzgerei und Krostitzer stehen zudem schon auf der Messingtafel im Stifterzimmer.


Fotos: Armin H. Kühne

 

„Gemeinsam für die Region“ fanden sich am 29. Januar in der Glashalle der Leipziger Messe wieder über 1000 Gäste zum Neujahrsempfang zusammen – erneut hatten die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, die Handwerkskammer zu Leipzig, der Unternehmerverband Sachsen e. V. und der Marketing Club Leipzig e. V. dazu eingeladen.

Der Förderverein Völkerschlachtdenkmal e. V. war mit Völkerbroten und Spendenbox zum 14. Mal dabei. Fast 3.000 Euro wurden für die Völkerbrote in der Spendenbox gesammelt. Insgesamt sind so für die Sanierung des Völkerschlachtdenkmals fast 45.000 Euro gespendet worden. Der Förderverein dankte den Veranstaltern für diese traditionelle Möglichkeit, während des Neujahrsempfangs für das Völkerschlachtdenkmal zu werben.

Unser Foto mit Ministerpräsident Kretschmer und Vereinschef Rohrwacher entstand nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung vor einem Aufsteller des Fördervereins – in der Bildmitte ein Stifterbrief für das Völkerschlachtdenkmal. Bevor sich jedoch beide über Europas größten Denkmalsbau unterhielten, erklärte der Ministerpräsident, müsse er noch schnell seine Frau anrufen, dass er Brot mitbringe, sie keines einkaufen solle. Anlass für dieses Telefonat war der große Stand mit Völkerbroten, neben dem sie standen.

Der Ministerpräsident, der Ehrenvorsitzender des Fördervereins ist, lobte die Aktion, mit Broten für das Denkmal zu werben. Er informierte sich über den aktuellen Stand der Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten und die zukünftigen Aufgaben zur Erhaltung des Denkmals. Die Beharrlichkeit und Entschlossenheit, die die Vereinsmitglieder bei der Sanierung des Denkmals gezeigt hätten, wünsche er sich auch für die zukünftigen Aufgaben zur Erhaltung des Völkerschlachtdenkmals.

Alle Fotos: Förderverein Völkerschlachtdenkmal e.V.

 

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