26.09.2021

„Die Hauptsache ist, Großes zu wollen und die Hartnäckigkeit zu besitzen, es auszuführen.“- so ließ Steffen Poser, der Leiter des Denkmals, in seiner Begrüßung der Gäste den deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe anklingen.
Und er umschrieb damit in bezaubernder Weise die Arbeit all derer, die dazu beitrug, das Völkerschlachtdenkmal wieder zu einem mächtigen Prunkstück von Leipzig zu machen.

Einmal im Jahr richtet der Förderverein für seine Mitglieder, Stifter und Partner eine Feier aus, um ihnen zu danken. Sie fand am 6. September – natürlich an einer Lindentreppe – statt. Fast 200 Gäste kamen. Burkhard Jung, Klaus-Michael Rohrwacher und - schon benannt - Steffen Poser begrüßten sie. Den kulturellen Part übernahm ein Blechbläserquartett der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“, William Byrd und Giaccomo Frescobaldi wurden gegeben, den kulinarischen die Landmetzgerei Reiche aus Beucha mit sächsischen Knackern, Rotkäppchen Sekt und Ur-Krostitzer.

Erstmals war die Übergabe neuer Stifterbriefe in die Danke-Veranstaltung integriert. Es war die 26. Stifterbrief-Übergabe und damit sollte besonderer Dank an alle Stifterbrief-Erwerber ausgedrückt werden. Der Stifterbrief wurde 2009 geschaffen, um die Sanierung der Außenanlagen zu finanzieren. Er war an 746 Erwerber schon übergeben worden. 25 neue Stifter kamen am 6. September dazu. Damit gibt es aktuell 771 Stifterbrief-Erwerber mit einer Gesamtsumme von 1.440.124 Euro.

Scheinbar ist nicht mehr allzu viel zu tun am Denkmal. Aber wie so oft: der Schein trügt! Obere Umgänge und Wege sind schadhaft, der gesamte Bereich hinter dem Denkmal muss renaturiert, mit einem Bergelager für Originalbauteile ausgestattet werden, Feuerwehr- und Rettungszufahrten müssen erstellt werden, Böschungen müssen stabilisiert, modelliert und profiliert werden, Bäume, Sträucher und Rasen ersetzt …

Ein Bestandteil der oberen Umgänge sind die Lindentreppen, für die der Förderverein jetzt wirbt. Alleine ihre Instandsetzung kostet mindestens 150.000 Euro. Die linke Lindentreppe ist bereits fast fertig saniert, die rechte, an der die Danke-Veranstaltung stattfand, ist für 2020 geplant.

Wenn das Geld für die Lindentreppen an die Stiftung Völkerschlachtdenkmal übergeben ist, hat der Förderverein über drei Millionen Euro für die Sanierung des Denkmals gesammelt. Aber so weit ist es noch nicht. 53.500 Euro liegen auf den Vereinskonten für die beiden Treppen schon bereit, knapp 100.000 Euro fehlen noch.

Und damit sind wir wieder bei den Herren Poser und Goethe: der Förderverein besitzt die Hartnäckigkeit … Und Sie, liebe Leser, können uns helfen, Großes zu vollenden. Wollen Sie! Und sind Sie unser Gast bei der nächsten Danke-Veranstaltung im Jahr 2020.

Fotos: Armin H. Kühne

 

Der Neujahrsempfang „Gemeinsam für die Region“ fand am 23.Januar wieder in der Glashalle der Leipziger Messe statt. 1.300 Gäste waren gekommen. Festredner war Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Nach dem offiziellen Teil besuchte der Ministerpräsident, der Ehrenvorsitzender des Fördervereins ist, auch die Vertreter des Vereins am großen Stand mit den Völkerbroten. Er würdigte das Engagement des Vereins und war begeistert vom Fortschritt der Sanierung. Er gratulierte zur Fertigstellung des Wasserbeckens und wünschte gute Erfolge beim neuen Projekt des Vereins, den Lindentreppen.

Zum 13. Mal nahm der Förderverein Völkerschlachtdenkmal e.V. mit Völkerbroten und Spendenbox am Neujahrsempfang teil. Fast 3.000 Euro wurden für die Völkerbrote in der Spendenbox gesammelt. Insgesamt sind so für die Sanierung des Völkerschlachtdenkmals über 40.000 Euro gespendet worden.

Veranstalter des Empfangs sind die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, die Handwerkskammer zu Leipzig, der Unternehmerverband Sachsen e. V. und der Marketing Club Leipzig e. V. Der Förderverein bedankte sich bei den Veranstaltern für die Möglichkeit, nun seit 13 Jahren auf dem Neujahrsempfang für das Völkerschlachtdenkmal zu werben. Er freue sich über die Fortsetzung dieser guten Tradition.

Fotos: Anja Jungnickel

 

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